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Auch heuer erwies sich der alle zwei Jahre stattfindende „Toifeumzug“ in der Kaiser-gemeinde als großer Erfolg. 15.000 Schaulustige kamen, um die 2.500 Krampusse zu bestaunen. 148 Gruppen aus dem gesamten Alpenraum nahmen an diesem Treffen teil. Aus Reit im Winkl waren 16 Kramperl und der Nikolaus mit seinen Engeln dabei. Zudem eine Schar Helfer, die für Ordnung sorgten. Erstmals kam der neue Siebenspänner Krampus-schlitten zum Einsatz, der bei herrlichstem Winterwetter voll zur Geltung kam.

Zeitungsbericht der Tiroler Tageszeitung:

2500 Krampusse zogen am Samstag durch St. Johann. 15.000 Schaulustige kamen zu dem größten Teufellaufen Österreichs.

Das Spektakel, dass am Samstagnachmittag in der Marktgemeinde über die Bühne ging, war definitiv nichts für schwache Nerven - 2500 Teufel, Krampusse und Hexen zogen in einem schier unermesslich langen Umzug durch das Zentrum der Marktgemeinde. "Dieses Toifi- und Perchtentreffen veranstalten wir bereits zum fünften Mal. Es findet alle zwei Jahre statt", erklärt Wolfgang Mittermayr von der "Seinihansa Koasa Pass".

Für die meisten der 148 Gruppen aus dem gesamten Alpenraum ist der Umzug ein Pflichttermin. "Wir sind heuer das erste Mal dabei, es ist einfach super", erzählte ein Landecker, der sich über die Zuschauermassen wunderte. 15.000 Besucher säumten die Straßen der Marktgemeinde und kreischten begeistert auf, wenn eine Rute in ihre Nähe kam.

Nicht nur große Teufel liefen peitschenknallend durchs Dorf, auch ganz kleine tanzten begeistert mit. Dem siebenjährigen Fabian, der mit den Ebbsern unterwegs war, musste der Papa beim Anziehen helfen. "Das ist toll", meinte der Knirps.

Ein weiterer Krampuss stach deutlich aus der Menge - er saß im Rollstuhl. Unter der furchterregenden Maske steckte ein bekanntes Gesicht: Der Stubaier Behindertensportler Gottfried Ferchl war mit seiner "Nuistifter Pass" dabei.

Die befürchteten Krawalle blieben dank der Präsenz zahlreicher Einsatzorganisationen aus. "Wir hatten 18 Beamte im Einsatz", erklärt Einsatzleiter Werner Pangratz von der Polizeiinspektion St.Johann. Nur eine übermütige Gruppe musste unter Polizeischutz aus dem Gelände gebracht werden.

"Wir sind mit dem Ablauf sehr zufrieden. Auch im Festzelt gab es keine Probleme", lobt Pangratz. Auch die Einsatzleiter des Roten Kreuzes, Christian Aufschnaiter, und der Feuerwehr, Ernst Stöckl, sind voll des Lobes über die Disziplin.

Einziger Wermutstropfen: zu wenig Toiletten. Die Besucher standen reihenweise an den Hausmauern um ihre Notdurft zu verrichten - zum Leidwesen der Hausbesitzer.

Die "Koasa Pass" behält die Eintritte nicht selber: Sie werden den Tiroler Hochwasseropfern gespendet.

Die Teilnehmer am Umzug waren mehr als diszipliniert, dafür ließen viele Besucher die sprichwörtliche Sau heraus. Dass tausende Besucher die Marktgemeinde stürmen, hätten die Veranstalter aufgrund ihrer Erfahrung wissen müssen - immerhin besuchten schon vor zwei Jahren zehntausend Menschen die Veranstaltung. Dass da zehn mobile Toiletten viel zu wenig sind, ist also alles andere als eine Überraschung. Die Leidtragenden sind die Hausbesitzer, die jetzt den Dreck wieder weg putzen müssen. Da ist eine Entschuldigung fällig - und für das nächste Mal ein bessere Vorbereitung notwendig.